Wie „tickt“ Jugend nach Corona?

Ingo Leven, Verfasser der Shell Jugendstudie, referierte im G6. Erstmals seit drei Jahren fand im G6 wieder eine Mitgliederversammlung des Netzwerks „SchuleWirtschaft“ in Präsenz statt.

Nach einer Begrüßung durch Siegfried Müller, Mitglied des Steuerkreises und vormaliger Jugendpfleger, bedankte sich Christoph Weigert, fachlicher Leiter des Staatlichen Schulamts Neumarkt und Vorsitzender des Netzwerks auf Schulseite, bei den Mitarbeiter*innen des G6 für die Gastfreundschaft sowie bei Oliver Melde, Vertreter der Raiffeisenbank Neumarkt, für die Übernahme der Kosten des Gastvortrags von Ingo Leven.

Anke Schröter, Vorsitzende des Netzwerks, stellte die neu formierte Vorstandschaft vor, die sich für die kommenden Monate einiges vorgenommen hat, um das umzusetzen, was das große Anliegen des Netzwerks „SchuleWirtschaft“ ist:  Vermittler von Schule und Arbeitswelt zu sein. Dem schloss sich ein Vortrag von Ingo Leven, Mitverfasser der Shell-Jugendstudien seit 2002, unter dem Titel „Wie tickt Jugend nach Corona?“ an. Die Basis seines Vortrags bildete die Shell-Jugend-Studie von 2019.  Leven hob hervor, dass die damals gemachten Erkenntnisse in Zeiten von Corona und des Kriegs in der Ukraine auch heute noch ihre Gültigkeit besitzen und „wie unter einem Brennglas umso deutlicher hervorträten“. Auffallend sei, dass Gegensätze wie Sicherheit und Unabhängigkeit, Ehrgeiz und soziales Engagement von Jugendlichen zunehmend verknüpft und in ihr Leben integriert werden. Auch seien Jugendliche grundsätzlich an Politik interessiert, allerdings ihnen gehe es vielmehr um die großen politischen Linien, wie das Engagement für „Fridays for Future“ zeige. Ein wesentliches Merkmal sei Toleranz als Grundhaltung junger Menschen, wobei aber nicht verschwiegen werden dürfe, dass fast 10% nationalpopulistischen Thesen zustimmen. Nach wie vor sei zu konstatieren, dass die Bildungschancen nach wie vor vom sozialen Hintergrund der Jugendlichen abhängen. Gerade dies löste im Publikum lebhafte Reaktionen aus, sodass sich der Vortrag alsbald zu einer angeregten Diskussion ganz im Sinne des Vortragenden entwickelte.

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